Philosophie

Die Gesundheit eines Menschen ist eben nicht ein Kapital, das man aufzehren kann, sondern sie ist überhaupt nur dort vorhanden, wo sie in jedem Augenblick des Lebens erzeugt wird. Wird sie nicht erzeugt, ist der Mensch bereits krank.
Viktor von Weizsäcker (1930)

Meine Wahrnehmung bestimmt mein Denken und Fühlen. Mein Denken und Fühlen bestimmen meine Wahrnehmung.

Der Mensch ist vielfältigen äußeren und inneren Belastungen ausgesetzt. Um angemessen auf diesen Stress zu reagieren, ist es von Bedeutung, um die eigenen Stärken zu wissen und diese in der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Lebens gezielt einzusetzen. Wesentlich für Bewältigung ist auch, wie der vorhandene Stress von der jeweiligen Person eingeschätzt und bewertet wird. Beides, das Wissen um Ressourcen und die Bewertung des Stresses beeinflussen den Bewältigungsprozess. Gelingen Auseinandersetzung und Bewältigung, fühlt sich der Mensch gesund.

In meiner Arbeit als Rehabilitationspädagogin lenke ich den Blick auf die Förderung der gesunden und entwicklungsfähigen Seiten einer Person. Ich orientiere mich dabei an der salutogenetischen Fragestellung des Soziologen Aaron Antonovsky (1923-1994): Was hält gesund? Was macht gesund? Im Zusammenhang mit Tinnitus, Schwerhörigkeit und Hyperakusis sowie Erschöpfung und Burn-out liegt der Fokus auf der Förderung der Wahrnehmung, der Wiedererlangung von Lebensfreude und dem Entwickeln und Erfahren der Ihnen innewohnenden Möglichkeiten, selbst aktiv auf die eigene Lebensqualität positiven Einfluss zu nehmen.